Wie entwickeln sich die Kryptocoins in Zukunft?

Im Jahr 2021 hat der Kryptomarkt einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Hierbei hat 2021 ein größerer Anteil der Kryptowährungen, wie zum Beispiel Bitcoin oder Ethereum, neue Rekordstände erreicht. In der Öffentlichkeit hat die Akzeptanz der Kryptowährungen deutlich zugenommen, In den letzten Wochen und Monaten ist es jedoch am Markt zum Teil zu einer deutlichen Korrektur gekommen. Wie es sich im Jahr 2022 fortsetzt, ist derzeit etwas ungewiss.

Welche Änderungen stehen an?

Die Dominanz von Bitcoin (Abkürzung BTC) wird sich stabilisieren

Im Jahr 2021 hat die Dominanz von der Leit-Kryptowährung Bitcoin etwas abgenommen und die Anleger im Krypto-Universum sahen sich nach Alternativen, wie zum Beispiel Polkadot, Solana oder Ethereum, um. Trotzdem ist Bitcoin nach wie die Leit-Kryptowährung. Im Jahr 2022 wird die Nachfrage nach BTC und solchen Derivaten, welche auch Bitcoin beinhalten, steigen. Der Grund liegt in der geringen Verschuldungsquote und ein Potential dieser Kryptowährung für den Verwendung als DeFi Sicherheiten. Das bedeutet, dass Inhaber von BTC in der Lage sein werden, ihre Bitcoins für Darlehen, Kredite oder für die Bereitstellung von Liquidität zu verwenden. Die Angebote dazu werden zu einem größeren Teil auch auf der Blockchain abgelegt werden. Wer zu diesen Themen Informationen sucht, muss sich nur die Blogs über Krypto-Mining ansehen

Verbesserung der Nachhaltigkeit

Im Jahr 2021 haben ökologische Bedenken immer wieder dazu geführt, dass immer wieder einige Staaten versucht haben, die Schaffung von neuen Bitcoins, das teilweise sehr energieintensive ist, nach dem Proof-of-Work-Verfahren zu unterbinden. Dabei hat es ein umfassendes Verbot der Miner im Jahr 2021 in China gegeben. Deshalb sind aktuell Tendenzen vorhanden, dass sich der Mining-Markt verstärkt in Richtung USA verlagert. Davon betroffen sind in erster Linie die großen Kryptowährungen (wie zum Beispiel Ethereum und Bitcoin). Die neueren Kryptowährungen werden dagegen von dem weniger energieintensiven Proof-of-Stake-Verfahren aufgesetzt.

Im Jahr 2002 kann es hierbei zu einer eventuell entscheidenden Wende kommen. Hier wurde zum Beispiel durch das Ehterum-Netzwerk angekündigt, dass dort eine Umstellung auf das weniger energieintensive Proof-of-Stake verfahren kommen soll.

DeFi und die Liquidität

DeFi ist die Abkürzung für Decentralized Finance (dezentralisierte Finanzmärkte) und es handelt sich hierbei um einen Sammelbegriff für Peet-to-Peet-Finanzdienstleistungen, welche über die eine oder andere öffentliche Blockchain (dazu gehört vor allen Dingen Ethereum) angeboten werden.

Bei DeFi gibt es neue Protokolle. Dazu gehören zum Beispiel für eine längerfristige Liquidität Tokemak oder OlympusPro und für eine kurzfristige Liquidität Fei Protocols x Ondo Finance und Liquidity Mining. Das führt zu neuen Entwicklungen bei DeFi2. Somit wird die Entstehung und Entwicklung von Off-Chain Kredit Scoring-Systemen sowie Mindestreservice-Banking ein neuer Trend im Jahr 2022 sein.

Der Wertpapierhandel sowie der Handel mit Kryptowerten wachsen technologisch enger zusammen

Im Jahr 2021 ist die Handel mit Wertpapieren sowie der Handel mit Kryptowerten parallel bei den Neobrokern immer mehr möglich geworden. Durch die Blockchain-Technologie wird im Jahr 2022 die Vielfalt in den Anlagemöglichkeiten (siehe auch NFTs) weiter zunehmen.

Durch die Entwicklung von „Token auf Blockchains“ wird dies 2022 dazu führen, dass nicht nur verschiedenartige Kryptowerte, sondern auch andere Vermögenswerte , wie zum Beispiel Anleihen oder Immobilien, in Form von elektronischen Wertpapieren sich entwickeln werden, die dann auf der Blockchain. entstehen.

An was wird in Zukunft gearbeitet?

Verkürzung der Transaktionszeit

Jede Transaktion. zum Beispiel bei Bitcoins, benötigt 2 Bestätigungen vom Netzwerk aus, bevor eine Gutschrift in der jeweiligen Wallet erfolgen kann. Bei diesem Ablauf handelt es sich um den branchenüblichen Standard und dies sorgt auch für eine Sicherheit auf dem Wallet. Derzeit benötigt dieser Vorgang, je nach Auslastung des Bitcoins-Netzwerkes, zwischen 5 Minuten oder auch einer Stunde. Im Jahr 2022 wird daran gearbeitet, diese Zeitspanne erheblich zu verkürzen.

DAO

Die Bezeichnung „DAO“ steht für „dezentrale autonome Organisation“. Hierbei handelt es sich um ein digitales Unternehmen, das ohne einen eigenen Manager auskommt und mit einer schwierig zu verändernden Geschäftsordnung ausgestattete ist. Hier erfolgt dann mit Hilfe der dezentralen Datenbanktechnik Blockchain eine Organisation der Mitarbeiter über das Internet selbständig. Die Mitarbeiter stimmen auch gemeinsam über die zu bearbeitenden Projekte ab und vergeben dann auch die hierfür erforderlichen Aufträge.

Dieser Bereich hat 2021 eine Marktkapitalisierung von über 30 Milliarden erreicht und wird 2022 weiter stark ausgebaut werden. Die Angaben stammen von der Branchenplattform Coinmarketcap.

Auch die traditionelle Finanzwelt wird 2022 davon vermehrt Gebrauch machen. So hat zum Beispiel die französische Großbank Societe Generale vor, bis zu 20 Millionen Dollar in Form virtueller Bonds als Sicherheit für die DA0-Währung Dai zur Verfügung zu stellen.

Digitale Zentralbank-Währungen

2021 war für die sogenannten CBDC (Central Bank Digital Currencies) ein sehr wichtiges Jahr. Eine große Anzahl der Zentralbanken haben sich 2021 für diese CBDCs ausgesprochen. Die größten Fortschritte in diesem Bereich hat 2021 China gemacht. In China sind mehr als 2 Milliarden Renminbi (ungefähr 300 Milliarden US-Dollar) in ungefähr 4 Millionen Transaktionen abgewickelt worden. Im Jahr 2022 wird es hier in China weitergehen. Eventuell könnte 2022 es bereits zu einer Umstellung oder auch später kommen.

Die USA und auch Europa sind hier etwas zögerlicher. In diesen Kontinenten gibt es zwar erste Pilotprojekte, jedoch eine Umstellung ist hier nicht vor 2030 zu erwarten. Eine solche zögerliche Haltung könnte jedoch schwerwiegende Folgen haben, weil China als das größte weltweite Exportland durch seine schnellere Umstellung hier Vorteile erringen und die Kontrolle über ausländische Finanzströme erlangen und den US-Dollar weiter untergraben könnte.

Ist ein weltweites Verbot des Cryptos realistisch?

Die Steuerbehörden haben in den letzten beiden Jahren die Kryptowährungen wesentlich ernster genommen. Damit der Krypto-Handel zum Beispiel in Deutschland berücksichtigt werden kann, ist das Kreditwesengesetz in den letzten Jahren erweitert worden. Dadurch wird das Kreditgeschäft von Finanzdienstleistern und Kreditinstituten reguliert.

In den USA sind hier die Steuerbehörden noch etwas weiter gegangen. Hier wurden bereits von der US-Steuerbehörde aus an jeden Amerikaner ein Fragebogen versandt, in dem Krypto-Bestände abgefragt worden waren. Die Krypto-Exchanges werden durch strengere Kontrollmechanismen überwacht.

Weltweit kommt es immer mehr vor, dass die Steuerbehörden in Richtung Kryptos Steuerhinweise zu Gewinnen aus dem Handel mit Kryptos oder zu Gewinnen aus den Mining abgeben.

Dadurch sind überall Bestrebungen im Gange, bei denen die Kryptowährungen in die steuerlichen Erfassungsmechanismen eingebunden werden. Dadurch wird ein weltweites Verbot zwar nicht unmöglich, aber auch etwas unrealistischer.

Fazit

Im Jahr 2022 wird die Blockchain-Technologie verstärkt in weitere Bereiche im Investment- und Kunst- sowie Spielebereiche eingesetzt werden und die Akzeptanz der Krytowährungen wird weiter voran schreiten.